Positionspapier: Für eine menschenrechtsbasierte Kinder- und Jugendhilfe ohne Sicherheitsdienste
21.04.2026
Mit unserem neuen Positionspapier positionieren wir uns als BAG Kindheit und Jugend klar gegen den Einsatz von Sicherheitsdiensten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Kinder- und Jugendhilfe ist für uns ein Raum von Beziehung, Schutz, Unterstützung und Beteiligung. Sicherheitsdienste stehen diesem Verständnis entgegen: Sie verschieben den Fokus von pädagogischer Arbeit hin zu Kontrolle und Abschreckung und widersprechen damit dem gesetzlichen Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe sowie zentralen kinderrechtlichen Standards.
Wir machen deutlich, dass Konflikte und Krisen in Einrichtungen keine sicherheitspolitischen Probleme sind, sondern Ausdruck sozialer und struktureller Herausforderungen. Diese lassen sich nicht durch externe Sicherheitsdienste lösen, sondern erfordern gut ausgestattete Einrichtungen, ausreichend Fachpersonal, verlässliche Schutzkonzepte und echte Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen.
Statt auf Sicherheitslogiken zu setzen, fordern wir eine konsequente Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe: mehr Personal, bessere Rahmenbedingungen, traumasensible Ansätze sowie den Ausbau unabhängiger Beschwerde- und Unterstützungsstrukturen.
Für uns ist klar: Eine menschenrechtsbasierte Kinder- und Jugendhilfe schützt junge Menschen, stärkt ihre Rechte und eröffnet Perspektiven – ohne Sicherheitsdienste.
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Artikel wurde am 1. Mai 2026 gedruckt. Die aktuelle Version gibt es unter https://bag-kindheitundjugend.de/stellungnahme/2026/positionspapier-fur-eine-menschenrechtsbasierte-kinder-und-jugendhilfe-ohne-sicherheitsdienste/.